Kamillenöl in Naturseifen

Kamillenöl wirkt entzündungshemmend und eignet sich zum Einsatz in Rasierseifen und bei unreiner Haut.

Jeder kennt sicher die weißen Sternenblüten der Kamille. Die Pflanze wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen Plätzen und dient hierzulande auch als Zierpflanze. Wohl allseits bekannt ist die beruhigende Wirkung des Kamillenblütentees, doch den praktisch gleichen Effekt hat das Kamillenöl auf unsere Haut. Es hilft Rötungen und Reizungen zu lindern, wirkt beruhigend und gilt als Wohltat für beanspruchte Haut. Im Handel findet es sich in einer Vielzahl von Cremes und Pflegeprodukten wieder. Zur Herstellung des Kamillenöls werden Blüten der deutschen Kamille in Ölen mazeriert. Zum Einsatz kommen häufig Pflanzenöle wie Sojaöl, Olivenöle oder Jojobaöl.

Was bei der Verwendung von Kamillenöl zu beachten ist

Einige Menschen reagieren mit starken allergischen Reaktionen auf die Inhaltsstoffe der Kamille, deshalb sollte bei Unkenntnis auf eventuelle Sensibilisierung das Kamillenöl zurückhaltend getestet werden. Testet eine kleine Menge des Öls auf einer ebenso kleinen Hautstelle. Wenn ihr bereits wisst, dass eine Korbblütler-Allergie vorliegt, solltet ihr euch diesen Test direkt sparen und euch nach einem anderen schönen Wirkstofföl umsehen ;-)

Einsatzmöglichkeiten vom Kamillenöl

In der kosmetischen Industrie wird das Öl der Kamille in verschiedenen Cremes und Lotionen verwendet, dann aber als sogenanntes Wirkstofföl in sehr geringer Dosierung. Beliebt ist das Öl bei unreiner und fettiger Haut mit Entzündungen und Akne. Aber auch bei Mischhaut und normaler Haut kann es eingesetzt werden. Natürlich könnt ihr Kamillenöl aber auch in handgemachten Badezusätzen und Seifen anwenden.

Kamillenöl in Seifen

In Seifen eingesetzt könnt ihr von den entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften der Kamille profitieren. Der Einsatz des Öls eignet zum Beispiel sehr gut in Rasierseifen sowie Naturseifen für fettige, unreine oder empfindliche Haut. Auch hier gilt aber wieder: Das Kamillenöl bitte nur zum Überfetten verwenden. Wirkstofföle können sehr gut in OHP-Seifen verwendet werden. In diesem Fall könnt ihr das entsprechende Öl nach der Verseifung in Topf oder Ofen zur Seife geben, um die Masse fließfähiger zu machen. Dann profitiert ihr zudem davon, dass die Naturseife sehr gut eingeformt werden kann und nicht gespachtelt werden muss.

Naturseife mit Kamille selber machen

Eine sehr angenehme Kamillenseife könnt ihr herstellen, indem ihr eine OHP herstellt und das Kamillenöl am Ende zum Seifenleim gebt. Vor der Verseifung im Backofen könnt ihr zudem ätherisches Kamillenöl zugeben. Wem das noch nicht genug Kamille ist, der fügt dem Seifenleim getrocknete und fein gemahlene Kamillenblüten hinzu oder streut diese später auf den Seifenblock.

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